Editorial

Editorial

The Vienese "Naschmarkt" is in a way a worldwide public institution, each better Vienna-Guide presents this market as a must-to-be-visited place. Especially on Saturdays a lot of foreigners enrich this places populations profile, which is already multinational enough without them, and degrades those, who are still feeling as original Viennese to a neglectable minority.

The global rules of economics are valid also on that long extended, narrow square of trivial matters. On the western, economically underdeveloped end the flea-market, a veritable broad offer of reimported trumpery, the stall money for cheap 80 Schillings per day. On the eastern end, with view to the gallery "Secession" and the "Theater an der Wien", narrow sized standee-niches for conoisseurs of oysters, sparkling wine or Toscanese wine : unmistakable the west to east downward trend. Probably it has to do with the earth rotation.

By the way : the public toilettes can be used free of charge, the jingling of some tip coins on a prepared plate will be answered with a friendly "Veedasen" by the toiletts supervisor.

Der Wiener Naschmarkt ist eine sozusagen weltweit öffentliche Einrichtung, jeder bessere Wien-Reiseführer weist ihn als besuchspflichtigen Ort aus. Besonders an Samstagen bereichern viele ausländische Städteurlauber das ohne sie schon reichlich multinationale Populationsprofil des Platzes und degradieren jene, die sich hier noch als echte Wiener fühlen, zu einer nahezu vernachlässigbaren Minderheit.

Die globalen Regeln der Ökonomie gelten auch da auf diesem langgestreckten, schmalen Geviert der Kleinkrämerei. Am westlichsten, wirtschaftlich unterentwickelten Ende der Flohmarkt, ein wahrhaft breites Angebot reimportierten Tandes, die Standgebühr um wohlfeile 80 Schilling pro Tag. Am östlichen Ende, mit Blick auf Sezession und Theater an der Wien, die engen Stehplätze der Austern, Sekt oder Wein aus der Toscana Geniessenden : eindeutiges West-Ost-Gefälle. Es hat wahrscheinlich mit der Erdrotation zu tun.

Übrigens : die Markttoiletten dürfen gratis benutzt werden, das Klimpern einiger Trinkgeldmünzen auf dem bereitgehaltenen Teller wird von der Toilettenaufsicht  mit einem freundlichen "Wiidaseen" beantwortet.

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